Gerade bei Knieschmerzen und Arthrose kommt es auf eine gute Dokumentation
des Arztes an
Wie wichtig eine gute und umfassende Dokumentation der Krankengeschichte eines jeden Patienten ist, zeigt sich
gerade am Vorbild der Gelenkserkrankungen. Häufig werden die ersten Vorzeichen einer aufkommenden Arthrose
beispielsweise fehl gedeutet (sei es, weil der Patient zu jung erscheint oder weil der Patient/behandelnde Arzt die
Schmerzen in einem anderen Zusammenhang interpretiert). Was als kleiner, wiederkehrender Knieschmerz beginnt, kann später vielleicht in eine Arthrose münden.
Insbesondere bei der Arthrose sind viele Ursachen, die zum Ausbruch der Krankheit führen können, denkbar. Eine
sinnvolle Therapie ist aber logischerweise nur dann möglich, wenn man Gewissheit über die Ursachen der
Erkrankung hat. Wenn zuvor gut und geflissentlich dokumentiert wurde, kann man die Vorgeschichte einer
Erkrankung mit etwas Glück sehr viel besser nachvollziehen und von dort auf die Ursachen zurück schließen. So
gilt beispielsweise eine Ernährungsweise, bei der übermäßig viele tierische Produkte verzehrt werden, als
Risikofaktor für Arthrose. Selbiges zählt für das Rauchen. Wichtiger Bestandteil einer jeden Dokumentation ist
die Anamnese. Darin beantwortet der Patient insbesondere Fragen zu seinem Lebenswandel und man kann viele
Risikofaktoren erfassen (bzw. ausschließen). Eine sorgfältige Dokumentation ist also von grundlegender
Bedeutung, wenn man eine Therapie auf den Patienten zuschneiden will, die das Übel an der Wurzel packt und nicht
nur an den Symptomen herumdoktert. Wird von Anfang an richtig dokumentiert, so kann man diesen gewonnen
Hintergrund in Kombination mit dem gegenwärtigen Krankheitsbild zur Diagnosestellung heranziehen. Vor allem ist
eine gute Dokumentation für behandelnde Ärzte und Therapeuten wichtig, wenn sie das erste Mal mit dem Patienten
in Kontakt treten. Haben die Kollegen zuvor gut dokumentiert, wird auch der neue behandelnde Arzt/Therapeut
schon bald wissen, was er wissen muss und kann eine entsprechende Behandlung gewährleisten.
Es ist also klar, dass gerade bei chronischen Erkrankungen (und zu diesen zählen die Erkrankungen des
Gelenkapparats fast immer) eine sorgfältige Dokumentation nicht durch Gold aufzuwiegen ist. Eine saubere
Archivierung der Patientendaten ist insofern für jedes Krankenhaus und jede Praxis unerlässlich.
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